Softwarehäuser, Produktfirmen, Entwicklungsdienstleister

Wenn Entwicklung Ihr Produkt ist, ändert sich mehr als die Tippgeschwindigkeit.

Agenten verschieben den Aufwand vom Schreiben zum Prüfen. Das trifft nicht nur Ihre Entwicklung, sondern Ihre Kalkulation, Ihre Ausbildung und Ihre Verträge mit Kunden. Wir stellen Teams darauf um — und wir mussten diese Fragen für uns selbst beantworten.

Erstgespräch 30 Minuten, direkt mit jemandem, der eine Entwicklungsabteilung geführt hat.

Softwarehäuser und Produktfirmen stehen bei diesem Thema anders da als ihre Kunden: Sie müssen agentisches Arbeiten nicht nur einführen, sondern auch verkaufen, kalkulieren und gegenüber Dritten verantworten. Die technische Frage — welches Werkzeug, welche Integration — ist dabei die einfachste.

Die schwierigen Fragen sind die kaufmännischen und organisatorischen: Was passiert mit Ihrer Schätzgrundlage, wenn die Erfahrungswerte nicht mehr gelten? Wer lernt das Handwerk, wenn die Einstiegsaufgaben wegfallen? Und was antworten Sie, wenn ein Kunde wissen will, ob ein Modell an seinem Code war? Diese Seite beschreibt, wie wir das angehen.

Das vollständige Programm steht unter AI-Pipeline, die Übersicht der weiteren Branchen unter Lösungen.

Was sich verschiebt

Vier Veränderungen, die das Geschäft betreffen — nicht nur die Technik.

Über Werkzeuge wird in jedem Softwarehaus geredet. Die Fragen, an denen es dann hängt, sind kaufmännische und organisatorische.

Das Review wird zum Engpass

Wenn Entwürfe schneller entstehen, staut sich die Arbeit vor der Prüfung. Teams, die das nicht umstellen, verlieren den Gewinn im Review-Stau — und merken es spät, weil die Tickets ja „fertig" sind.

Wie wir das Review entlasten →

Die Kalkulation steht auf alten Erfahrungswerten

Schätzungen beruhen auf dem, was ein Mensch in einem Tag schafft. Verschiebt sich das, verschiebt sich die Grundlage jedes Festpreisangebots — nach oben in der Marge, aber auch im Risiko, falsch zu kalkulieren.

Die Einstiegsarbeit verschwindet zuerst

Gerüste, Tests nachziehen, kleine Umbauten: genau die Aufgaben, an denen Junior-Entwickler lernen. Wer das automatisiert, ohne die Ausbildung neu zu denken, hat in zwei Jahren ein Senioritätsproblem.

Der Hebel liegt oft im Bestand

Die interessanten Zahlen stecken selten im Neugeschäft, sondern in Wartung und Altprojekten: Fehlerbehebung, kleine Änderungen, Migrationen. Dort ist der Aufwand pro Vorgang bekannt und damit messbar.

Für wen diese Umstellung sich rechnet.

Das passt, wenn …

  • Entwicklung Ihr Geschäft ist und nicht Ihre Nebenkosten
  • Sie fünf bis fünfzig Entwickler haben — genug für ein Pilotteam, klein genug für eine Entscheidung
  • Sie Festpreise oder Wartungsverträge anbieten und wissen wollen, was agentisches Arbeiten mit der Kalkulation macht
  • ein Team-Lead oder eine Entwicklerin bereit ist, die Umstellung mitzutragen

Das passt nicht, wenn …

  • das Ziel „alle bekommen eine Lizenz" ist — das können Sie günstiger ohne uns haben
  • Kundenverträge jede Verarbeitung von Quellcode durch Dritte ausschließen und daran nichts zu ändern ist
  • niemand Zeit für Review und Leitplanken hat; dann entsteht Geschwindigkeit ohne Kontrolle
  • Sie Beratung ohne Zugriff auf die Codebasis suchen — dann bliebe Meinung ohne Beweis
Vorgehen

Drei Schritte, zugeschnitten auf ein Softwarehaus.

Das vollständige Programm mit allen Stufen, Leitplanken und Übergabeschritten steht auf der Seite zur AI-Pipeline. Hier die Fassung, die auf Ihr Geschäftsmodell zugeschnitten ist.

  1. Schritt 1 · eine Woche

    Kennzahlen aus echten Projekten

    Durchlaufzeit einer Änderung, Zeit bis zum ersten Review, Nacharbeit nach Abnahme, Aufwand je Wartungsticket — erhoben aus Ihren laufenden Projekten, nicht aus einem Fragebogen. Dazu eine nüchterne Durchsicht der Kundenverträge auf Klauseln, die uns einschränken.

  2. Schritt 2 · vier bis sechs Wochen

    Pilot in einem echten Kundenprojekt

    Kein internes Spielprojekt. Ein Team, ein laufendes Projekt, Agenten mit Aufgabenzuschnitt, Prüfschritten und Freigabe. Parallel passen wir das Review an die neue Lastverteilung an — sonst verschiebt sich der Stau nur.

  3. Schritt 3 · danach

    Übergabe an Ihre Leads, inklusive Kalkulationsmodell

    Playbook im Repository, zwei Leute im Haus, die neue Agenten bauen und abschalten können. Dazu die Zahlen aus der zweiten Messung — die Grundlage, auf der Sie Ihre Schätzgrundlage und Ihre Angebote anpassen können.

Die unbequeme Frage

Was antworten Sie, wenn Ihr Kunde fragt, ob eine KI an seinem Code war?

Diese Frage kommt. Meist nicht vom Entwicklungsleiter, sondern aus dem Einkauf oder von der Rechtsabteilung, und meist zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Wer dann keine Antwort hat, verliert nicht die Diskussion, sondern das Vertrauen.

Deshalb gehört die Vertragsseite bei Softwarehäusern in die Standortbestimmung und nicht ans Ende: Welche Ihrer Verträge enthalten Verschwiegenheits- oder Unterauftragsklauseln, die eine Verarbeitung durch einen Modellanbieter berühren? Welche Anbieter sichern Verarbeitung in der EU und keinen Trainingszugriff vertraglich zu? Was davon ist dokumentierbar, wenn jemand nachfragt?

Das ist keine juristische Beratung — die holen Sie sich bei Ihrem Anwalt. Was wir beisteuern, ist die technische Grundlage dafür: eine Aufstellung, welche Daten welchen Weg nehmen, ein Protokoll, das zeigt, was passiert ist, und die Möglichkeit, einzelne Projekte oder Repositories ganz auszunehmen. Mit dieser Grundlage lässt sich die Frage beantworten, statt sie auszusitzen.

  • Aufstellung je Projekt: welche Daten verlassen das Haus, welche nicht
  • Repositories und Kunden, die vollständig ausgenommen bleiben
  • Protokoll je Lauf — wer, was, wann, mit welchem Ergebnis
  • Anbieterwahl nach EU-Verarbeitung und Trainingsausschluss, schriftlich
  • Formulierungshilfe für das Gespräch mit Einkauf und Rechtsabteilung

Was das kostet.

Die Preise folgen den Stufen des AI-Pipeline-Programms: fester Preis je Stufe, genannt nach dem Erstgespräch, schriftlich fixiert vor dem Start. Die Standortbestimmung wird auf einen anschließenden Pilot angerechnet.

Für Softwarehäuser kommt eine Rechnung dazu, die Sie ohnehin aufmachen werden: Was kostet eine Entwicklerstunde bei Ihnen, und wie viele davon stecken heute in Aufgaben, die ein Agent unter Aufsicht übernehmen kann? Diese Zahl ermitteln wir in Schritt 1 mit Ihnen — vor dem Piloten, nicht danach, und mit Ihren Werten statt mit Branchendurchschnitten.

Keine Provisionen von Werkzeug-Anbietern. Wir empfehlen, was trägt — nicht, was uns bezahlt.

Berufliche Stationen LetMeShip InnoGames Funatics Kilo Moana

Unsere eigenen Festpreis-Sprints funktionieren nur, weil wir agentisch arbeiten. Jede Frage, die wir Ihnen zur Kalkulation stellen, haben wir vorher für unser eigenes Angebot beantworten müssen.

Alexander Siemer-Schmetzke, Gründer von Moana Works

Was Geschäftsführungen uns dazu fragen

Unsere Entwickler nutzen das längst. Was sollen wir da noch einführen?

Dann ist die Grundlage da und die Frage lautet: Wie viel schneller sind Sie geworden, und woran messen Sie das? Wenn darauf niemand antworten kann, ist genau das die Lücke. Einzelne schnelle Leute sind kein Verfahren — weitergeben lässt sich nur, was beschrieben, geprüft und in Review und Onboarding verankert ist.

Verlieren wir Marge, wenn Festpreisprojekte plötzlich weniger Aufwand brauchen?

Kurzfristig gewinnen Sie Marge, denn Ihre Preise beruhen auf alten Erfahrungswerten. Mittelfristig hängt es davon ab, was Sie verkaufen: reine Entwicklungskapazität gerät unter Druck, Verantwortung für ein Ergebnis weniger. Das ist eine strategische Entscheidung, keine technische — wir liefern dafür die Zahlen, nicht die Entscheidung.

Was ist mit unseren Junioren?

Das ist aus unserer Sicht das ernsteste Thema, und es wird am seltensten gestellt. Wenn die Einstiegsarbeit wegfällt, muss die Ausbildung an anderer Stelle stattfinden: im Review, im Entwurf, in der Beurteilung von Vorschlägen. Das ist machbar, aber nicht nebenbei — wir planen es in den Rollout ein, statt es zu übergehen.

Dürfen wir Kundencode überhaupt durch ein Modell schicken?

Das hängt an Ihren Verträgen und an der Anbieterwahl, nicht an der Technik. Deshalb steht die Durchsicht der Klauseln bei uns in Schritt 1, und Projekte lassen sich vollständig ausnehmen. Die rechtliche Bewertung gehört zu Ihrem Anwalt; wir sorgen dafür, dass er eine belastbare technische Beschreibung bekommt.

Wie verhindern wir, dass die Qualität leidet?

Dadurch, dass nichts an den Prüfungen vorbeigeht: Ein Agent liefert einen Vorschlag, der dieselben Tests, Reviews und Regeln durchläuft wie die Arbeit eines Menschen. Was sich ändert, ist die Lastverteilung — mehr Prüfung, weniger Schreiben. Wenn Sie das Review nicht mitverändern, wird genau dort die Qualität dünn.

Wir sind selbst Dienstleister. Warum sollten wir das nicht selbst machen?

Können Sie, und viele versuchen es. Der Unterschied liegt selten im Werkzeug, sondern in der Reihenfolge und darin, dass jemand von außen die Messung durchhält, während das Tagesgeschäft dagegendrückt. Wenn Sie die Kapazität intern haben, sagen wir das im Erstgespräch — dann brauchen Sie uns nicht.

Was kostet bei Ihnen eine Entwicklerstunde — und wofür geht sie drauf?

Dreißig Minuten, direkt mit jemandem, der eine Entwicklungsabteilung verantwortet und heute selbst agentisch baut. Sie bekommen eine Einschätzung, wo bei Ihnen der Hebel liegt — und ob er groß genug ist.

Kein Foliensatz. Wenn Sie die Umstellung intern stemmen können, sagen wir das.